Morbus Meulengracht

Was versteht man unter Morbus Meulengracht?

Morbus Meulengracht LeberMorbus Meulengracht wird oft auch als das Gilbert-Syndrom bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine meist harmlos verlaufende Stoffwechselstörung. Benannt ist die Erkrankung nach dem dänischen Internisten Jens Einar Meulengracht. Die Ursache von Morbus Meulengracht liegt in einem angeborenen Enzymdefekt, der dazu führt, dass der gelbbraune Gallenfarbstoff Bilirubin nicht ordentlich umgebaut und dadurch ausgeschieden werden kann. Rund 5 % der Bevölkerung leiden an dieser seltenen Stoffwechselstörung, wobei sich die Symptome stark unterscheiden.
Personen, die an Morbus Meulengracht erkrankt sind, haben in der Regel erhöhte Bilirubin-Werte. Hierzu sollte man wissen, dass die Bilirubin-Werte im Laufe des Tages schwanken. Um den exakten Wert festzustellen, sollte die Blutuntersuchung am Morgen stattfinden. Gesamt-Bilirubin-Werte von 1,2 mg/dl sind bei Erwachsenen vollkommen normal. Unterschieden wird bei den Untersuchungen nach dem direkten und indirekten Bilirubin. Hierbei sollte das indirekte Bilirubin weniger als 1,0 mg/dl betragen und das direkte unter 0,2 mg/dl liegen.
Die Stoffwechselerkrankung Morbus Meulengracht führt nicht zu einem Leberschaden und wird aus diesem Grund von Medizinern nicht als „Krankheit“ im engeren Sinne angesehen. Dennoch kann Morbus Meulengracht zu unerwünschten Symptomen führen. Dies führt dann dazu, dass bestimmte Medikamente nicht vertragen werden und sich somit störend auf andere Erkrankungen auswirken.

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Die Diagnose Morbus Meulengracht

Diagnose vom Arzt Morbus MeulengrachtLiegen keine weiteren Anzeichen einer Lebererkrankung vor, dann kann ein erhöhter Bilirubin Wert ein wichtiges Zeichen in der Diagnose bedeuten. Andere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Hämolyse müssen hier aber ausgeschlossen sein, denn auch hier steigt der Bilirubin-Wert an.
Steigt der Bilirubin-Wert während einer Fastenkur oder einer fettarmen Ernährung an, kann dies auch ein Anzeichen für Morbus Meulengracht sein.
Sicher diagnostizieren kann man einen Morbus Meulengracht durch einen Gentest, der aber sehr oft von den Ärzten als nicht notwendig erachtet wird.

Die Verbreitung von Morbus Meulengracht

Morbus Meulengracht ist weit verbreiteter als man vermuten würde. Schätzungsweise haben 9 – 17 % der weißen Bevölkerung die Anlage zu dieser Erkrankung. Bei etwa 3 – 10 % zeigt sich die Erkrankung als Gelbsucht. Die meisten Symptome zeigen sich hierbei im Alter von 15 bis 40 Jahren, wobei Männer viermal stärker betroffen sind als Frauen.

Die Symptome von Morbus Meulengracht

Die meisten, die an Morbus Meulengracht leiden, verspüren keinerlei Symptome. Steigt der Bilirubin-Wert an, dann kann dies zu einer vorübergehenden Gelbfärbung von Haut und Augen kommen, was auch als Sklerenikterus bezeichnet wird. Sehr selten kommt es zu stärkeren Symptomen wie etwa

  • Schmerzen im rechten Oberbauch,
  • starke Müdigkeit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Schwindel,
  • Migräne,
  • Verdauungsstörungen,
  • Gliederschmerzen,
  • Muskelkrämpfe,
  • Antriebslosigkeit
  • oder gar einer erheblichen Übelkeit mit einem metallischen Geschmack im Mund.

Sollten dennoch solche Symptome auftreten, dann geschieht dies meist in vorübergehenden Schüben, die sehr stark in Verbindung stehen mit Stress, Schlafmangel, Akohol- und Nikotinkonsum oder Hungern. Mit zunehmendem Alter werden die Schübe häufiger und halten auch länger an.

Alkohol und Nikotin bei morbus meulengracht

Die oben genannten Symptome sind aber wenig spezifisch auf Morbus Meulengracht bezogen und so kommt es immer wieder zu diagnostischen Irrwegen und die Patienten werden in die psychosomatische Ecke abgeschoben, denn die typische Bilirubinerhöhung ist oft nur temporär und kann nicht an den gelb gefärbten Augen abgelesen werden.
Gerade Patienten mit Morbus Meulengracht im Alter von 15 bis 40 Jahren leiden schubweise unter Bauchkrämpfen und Verdauungsstörungen. Dies betrifft vorwiegend auch dünnere Menschen nach dem Genuss von Alkohol oder Nikotin.

Bei Morbus Meulengracht kommt es auch sehr häufig zu einer verlangsamten oder auch verminderten Leberentgiftungsfunktion. Dies gilt insbesondere für bestimmte Giftstoffe und führt zu den häufig beobachteten Migräne-Anfällen. Aus diesem Grund sollten Patienten mit Morbus Meulengracht keine Medikamente mit dem Inhaltsstoff Paracetamol einnehmen.

Nicht heilbare Erkrankung – Morbus Meulengracht

Das eindeutige Bestimmung von Morbus Meulengracht erfolgt durch Nikotinsäure- oder Fastentests. Eine weitere Möglichkeit die Krankheit zu diagnostizieren ist eine molekulargenetische Untersuchung.
Betroffene sollten sich klar machen, dass Morbus Meulengracht nicht heilbar ist. Es können zwar einige der Symptome behandelt werden. Hierauf wird aber meistens verzichtet, denn die gesundheitliche Beeinträchtigung durch die Symptome ist oftmals nicht sonderlich groß und die Nebenwirkungen der Behandlung stehen somit in keinem Verhältnis zur Beeinträchtigung.

Behandlung von Morbus Meulengracht

Morbus Meulengracht kann nicht wirklich behandelt werden. Dies ist auch meistens nicht vonnöten. Leider lässt sich der Enzymdefekt weder beheben noch kann er ausgeglichen werden. Als Betroffener kann man sein Leben aber so arrangieren, dass die Erkrankung wenige Probleme bereitet. Dazu gehört, dass man weitestgehend auf Alkohol und Nikotin verzichten sollte. Unregelmäßige Schlafenszeiten und exzessive Hungerkuren sind genauso zu vermeiden wie die Möglichkeit an Infektionen zu erkranken.
Als medikamentöse Behandlung von Morbus Meulengracht kommen Enzyminduktoren in Frage. Besteht eine Hyperbilirubinanämie, dann kann diese durch eine Dosis Phenobarbital verringert werden. Im Rahmen einer kleineren Studie wurde auch das Medikament Rifampicin als erfolgreich bei Morbus Meulengracht eingestuft.

Welche Risiken bestehen bei Morbus Meulengracht? Welche Medikamente sollte man meiden?

Patienten mit Morbus Meulengracht unterliegen nur indirekt einem besonderen Risiko. So kann es vorkommen, dass einige Medikamente schlechter vom Körper abgebaut werden und somit zu erheblichen Nebenwirkungen führen. Sehr bekannt sind diese Symptome bei dem Krebsmittel Irinotecan und für Frauen sehr wichtig bei östrogenhaltigen Hormonen. Dies gilt ebenso für die Medikamente Buprenorphin, Anthraquinone, Flavonoiden und den HIV-Medikamenten Indinavir und Atazanavir.

Patienten, die vom Morbus Meulengracht Kenntnis haben, sollten auch auf eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, chemischen Zusatzstoffen in der Nahrung, pflanzliche Präparate, Ajurveda-Tees und chinesische Kräuter verzichten.

Natürlich kann der Bilirubin Wert im Blut auch bei anderen Erkrankungen immer wieder mal ansteigen. Dies ist dann ein erstes Warnzeichen, dass die Leberfunktion abnimmt. Liegt aber gleichzeitig eine andere chronische Lebererkrankung vor und möchte der Arzt die Leberschädigung einschätzen, dann kann ein bestehender Morbus Meulengracht das Ergebnis stark verfälschen.
Des Weiteren wurde beobachtet, dass Morbus Meulengracht in Verbindung mit anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel der Sichelzellanämie, zu einer vermehrten Entstehung von Gallensteinen führen kann.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Morbus Meulengracht?

Wer an Morbus Meulengracht erkrankt ist, muss sich keine Gedanken wegen einer veränderten Lebenserwartung machen, denn die Erkrankung führt nicht zur Schädigung der Organe und somit zu einer verkürzten Lebenserwartung.

Therapie und begleitende Maßnahmen bei Morbus Meulengracht

Natürlich machen sich die Betroffenen bei der Diagnose Morbus Meulengracht erst einmal große Sorgen. Hier kann aber deutlich gesagt werden, dass die Störung im Leberstoffwechsel vollkommen harmlos ist. Aus Sicht der Naturheilkunde sollte man es aber nicht nur bei der Diagnose Morbus Meulengracht belassen. Sinnvoll ist es, die Leber zu schonen und auch zu schützen. Um die Schübe vorübergehend zu reduzieren und die damit verbundenen Symptome abzumildern kann die SANUM-Therapie langfristig das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Wie funktioniert die SANUM-Therapie?

Während der gesamten Therapie sollten Betroffene morgens und abends auf nüchternem Magen ½ Messlöffel ALKALA „N“ in warmem Wasser schluckweise trinken oder aber 1 basisches Bad mit ALKALA „N“ nehmen. Dazu gibt man 1 Esslöffel des Mittels in ein Vollbad. Gleichzeitig sollten morgens 2 Tabletten oder 1-2 Teelöffel SANUVIS-Tropfen eingenommen werden.
Beginnen sollte man auch gleichzeitig mit FORTA-KEHL® D5 Tropfen, wobei man hier 2 x täglich 2-10 Tropfen einreibt oder 2 x täglich 1 FORTA-KEHL® D5 Tablette für mindestens 14 Tage einnimmt. Danach wechselt man 1 x täglich auf 1 MUCOKEHL ® D5 Tablette am Morgen und 1 x täglich 1 NIGERSAN ® D5 Tablette am Abend. Alternativ kann man hier auch das Kombinationspräparat SANKOMBI ® D5 2 x täglich 3-8 Tropfen einnehmen.
Diese Präparate werden über 5 Tage, also von Montag bis Freitag eingenommen. Am Wochenende wechselt man dann auf FORTASKEHL® D5. Dann folgen die nächsten 5 Tage SANKOMBI® bzw. NIGERSAN® und MUCOKEHL®.
Damit diese Therapie Wirkung zeigt, sollte sie über Monate hinweg fortgesetzt werden.
Während der gesamten Therapie ist die Leber der Patienten mit SILVAYSAN® Kapseln zu unterstützen, die man 1-3 x täglich einnimmt. Zusätzlich dazu nimmt man noch 1 x wöchentlich 2 Ampullen von TARAXAN D3 SANUM® ein.
Die in SILVAYSAN® enthaltene Mariendistel ist ein hervorragendes Leberschutzmittel, das gleichzeitig die Synthese von Eiweißen stimuliert.
Besteht gleichzeitig zu Morbus Meulengracht eine Immunschwäche, dann ist die Einnahme von 1 Kapsel REBAS® D4 über 2 Wochen sehr wirksam. Es sollte nach diesen 2 Wochen eine Pause von 1 Woche erfolgen. Zusätzlich sollte täglich eine Kapsel THYMOKEHL D6 eingenommen werden.
Hilfreich sind auch physikalische Therapien wie etwa ein feuchtwarmer Leberwickel, der die Leberdurchblutung und somit die Entgiftung unterstützt. Für Leber und Galle stellen scharfe Gewürze und Kräuter einen starken Stimulationsreiz dar. So sollten zum Beispiel Speisen öfters mit Ingwer, Meerrettich, Senf, Pfeffer, Oregano, Zimt, Nelken und Koriander gewürzt werden. Hilfreich ist auch der Gelbwurz, der sich in der Gewürzmischung Curry befindet. Zudem kann man seine Speisen auch mit bitteren Salaten wie Endivien, Lollo Rosso und Chicoree anreichern. Ebenfalls sind Tees, die viele Mineralien und Spurenelemente enthalten zu empfehlen, denn diese benötigt die Leber für ihren Stoffwechsel. Ideal sind hier der Lapacho und der Chancapiedra. Auf Dauer wird die Leber den Betroffenen dies danken.

Weitere interessante Fakten zu Morbus Meulengracht

Untersuchungen und Studien haben ergeben, dass Patienten die unter Morbus Meulengracht leiden, einen gewissen Schutz vor Darmkrebs und Arteriosklerose haben. Interessante ist auch die Tatsache, dass bei ca. 60 % der betroffenen Personen die Lebenszeit der roten Blutkörperchen verkürzt ist.

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich kein Arzt bin, sondern hier Informationen zusammengetragen habe. Ich selbst bin betroffen und habe meine Erfahrungen hier beschrieben.Sollten Fragen aufkommen, bitte ich dich an einen Arzt zu wenden.

Weiterführende Links:
http://www.leberhilfe.org/meulengracht.html